Auf dem Rückweg hielten wir bei einem Fluss. 30 Gehminuten
entfernt, so war es angeschrieben, stürzten sich Wassermassen in die Tiefe, das
mussten wir natürlich anschauen gehen. Nach ca. 15 Minuten waren wir dort
angekommen und gleich stand auch schon das nächste Schild mit einem Walk durch
das Hollyford Valley zu irgendwelchen Seen, die wir nicht mehr benennen können.
1.5 Stunden sollte das ganze dauern. Gesagt getan, wir machten uns sogleich auf
zu den namenlosen Seen. Über Stock und über Stein (aber brich dir nicht die
Bein...) kletterten wir die kleinen Trampelpfade (naja, Pfade ist etwas
übertrieben) entlang, immer weiter hinauf. Durch den Wald, über Baumstämme,
durch schlammige Sümpfe und immer und immer wieder kletterten wir Steine
hinauf. Nun machte sich bemerkbar, dass wir die letzten Tage kaum etwas
getrunken hatten. Auch waren wir mit nichts weiter als einer Kamera bewaffnet
losgezogen. Irgendwann, wer weiss wie nah oder fern wir den Seen waren, denn
die Angaben sind meist sehr schwammig, erreichten wir einen Punkt, an dem es
immer weiter über eine steinerne Landschaft quer nach oben anstieg und mir entfuhr
ein: „Hey nei, jetz hani kei Lust meh!“ Und wir machten uns auf den Rückweg.
Kaum hatten wir die Autotür hinter uns geschlossen begann es heftig zu giessen.
Glück gehabt! Da wir nicht mehr lange nach einer geeigneten Stelle zum Campen
suchen wollten, hielten wir wieder an einem Campingplatz entlang der Route.
Tags darauf fuhren wir weiter nach Queenstown.
Das Städtchen ist wirklich sympathisch, es liegt am Lake Wakatipu und ist eine
echte Touristen-Hochburg. Hier kommt man hin, um Fallschirm zu springen,
Jetboat zu fahren oder zum Bungeejumping. Wir liessen diese Attraktionen aus
und begnügten uns mit einem Spatziergang durch den Botanischen Garten, der sich
als eher mager herausstellte aber durch seine Lage trotzdem sehr schön zu
durchqueren war und einer Runde leckerer Fish and Chips in einer kleinen
Grünanlage, die von einem winzigen Flüsschen zerteilt wurde. Zurück beim Camper
dann die grosse Überraschung, welch nettes Briefchen uns an der Scheibe
hinterlassen wurde! Welche eine Freude! Oops, da haben wir wohl nicht richtig
aufgepasst! Eine Tour zum Council und die Sache ist vom Tisch, ab heute wissen
wir genau, was die hübschen blauen P-Zeichen bedeuten. Parken bis zu einer
Stunde. Gleich neben dem Council gab es eine Laundry, in der wir unsere Wäsche
waschen konnten und während dem Warten unseren Reisebericht schreiben konnten.
Und nun ist unsere Wäsche fertig! Und weiter geht’s!
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