Die letzten Tage verbrachten wir
in Adelaide. In der Stadt ist an sich nicht viel zu sehen, eine Stadt ist eben
eine Stadt. Doch zur Zeit findet hier das alljährliche Fringe, ein
Zigeunerfestival statt. Die Stadt ist in ständiger Bewegung. Strassenmusiker
und Artisten belagern die Passagen und bringen das Publikum zum Staunen und
Jubeln. Das Festival, das in einem grossen Park stattfindet, ist gar nicht so
einfach zu besuchen. Zweimal standen wir vor dem Gelände und mussten den
Rückzug antreten, weil die Schlange einfach zuuuuu lange war und wir mindestens
zwei Stunden hätten auf Einlass warten müssen. Wir waren immer gegen Abend da,
das erste Mal gegen zehn Uhr und das zweite Mal gegen Acht… Heute sind wir
darum schon um fünf Uhr los gegangen, denn bevor es dunkel wird, sind noch
nicht so viele Leute da. Und heute dann der Durchbruch! Ohne zu warten konnten
wir das Festivaltor passieren und in die fabelhafte Welt der Zigeuner und
Artisten eintauchen. Und tatsächlich fühlten wir uns wie in eine andere Zeit
und Welt versetzt. Aber Bilder sprechen hier mehr als tausend Worte, darum seht
selbst:
Sonntag, 24. Februar 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
Melbourne and the Great Ocean Road
Unsere Route führte mitten durch
Melbourne. Der Verkehr war die reinste Katastrophe und ich hielt den Atem an
(ja, ich lief sogar zwischenzeitlich blau an). Wir fanden einen Parkplatz am
Queen Victoria Market. Die Preise für einen Parkplatz dort sind zwar masslos
überteuert, aber was soll man machen, wenn man einen Camper von 2.70 Meter Höhe
fährt? Glücklicherweise war Markttag und so kostete der Spass doch nur noch
halb so viel wie gewöhnlich. Wir machten sogleich eine Erkundungstour durch den
Markt, der von Unterwäsche über Kängurufell bis hin zu Fisch alles verkaufte.
Uns interessierte allerdings mehr der Food Court, denn wir hatten nach dieser
nervenzehrenden Fahrt echten Kohldampf! Gestärkt durch die indische Kochkunst
ging es auf ins Stradtgetümmel. Und ein Getümmel war das allemal! Die Strassen
waren überfüllt mit Menschen, die hierhin und dorthin drängelten. Zwischen den
Strassen und den riesigen Gebäuden, die sich links und rechts von uns
auftürmten, gab es Grasflächen, auf denen die Leute den Tag an sich vorbei
ziehen liessen oder einfach nur ihr Mittagessen hinunterschlangen. Am Yarra
River war gerade ein Markt, bzw. eine Ausstellung diverser Umweltprojekte, die
Toby in der mittäglichen Sommerhitze unter die Lupe nehmen musste. Wir
schlenderten noch etwas durch die Gassen von Melbourne und entdeckten dabei
Graffiti und Strassenkünstler bei der Arbeit. Ein junges indisches Mädchen war
gerade dabei, eines ihrer Werke an irgendeine Hauswand in der Stadt zu malen.
Wir beschlossen jedoch, uns auf den Rückweg zu machen und noch einige Einkäufe
im Market zu tätigen, wobei wir ein wunderbares riesiges Stake für wenige
Dollar erwarben (das war ein Traum eines Stakes, sag ich euch) und Käse für die
ganze folgende Woche.
Eingedeckt mit allem was wir
brauchten machten wir uns auf – in den Abendverkehr!!! Ja, das war eine dumme
Idee. Aber irgendwie gelang es Toby, sich durch den Verkehr zu schlagen und ich
war erleichtert, dass ich nicht fahren musste (was ich ja ohnehin sozusagen nie
mache). Von da aus ging es direkt auf die Grate Ocean Road, die wir die
nächsten vier Tage abfuhren.
Auf gewundenen Strassen ging es
der Küste entlang, die sich von goldenen Stränden zu felsigen Klippen
verwandelte und von Surfspots zu Schiffsunglücksstellen. Unsere ersten zwei Tage verbrachten wir in
Lorne, einer kleinen… naja, Stadt kann man es kaum nennen… Touristenstrasse,
die über einen langen Sandstrand verfügte. Wir guckten uns die Shops an und
natürlich auch die Backery mit ihren awardwinning Pies. Hmmm! Danach ging es an
den Strand (endlich bekommen wir etwas Farbe ab!) Auch die nächsten Tage
verbrachten wir am Meer. Johannas Beach war das nächste Ziel. Dort gab es einen
riesigen Campingplatz. Wir suchten uns natürlich glatt die richtigen Nachbarn
aus, Deutsche, die uns mit tödlichen Blicken in Empfang nahmen. Uns kümmerte
das allerdings herzlich wenig und wir installierten uns sogleich an Ort und
Stelle. Der Versuch am Johanna Beach zu surfen ging aufgrund zu grosser Wellen
und starker Strömung nach Hinten los und wir begnügten uns damit, sandpaniert
zu werden.
Die Felsformationen am nächsten
Tag waren wirklich sehenswert. Die 12 Apostel, wobei es sich um genau 7 Felsen
an der Küste handelt, waren Attraktion Nummer Eins und gut besucht. Wir zogen
allerdings eine kleine Bucht vor, in der wir uns abkühlen konnten und in der
Strömung hin und her getrieben wurden. Auch die angrenzende Höhle wollte
erforscht werden, was zwei so begnadete Höhlengänger wie wir uns nicht entgehen
lassen konnten.
Wir erreichten das Finish der Great Ocean Road
und machten uns auf den Weg nach Adelaide. Vorbei an riesigen (und stinkenden)
Salzseen, durch endlos lange Ebenen aus getrocknetem Gras und kniehohen
Büschen…
Abonnieren
Posts (Atom)