Sonntag, 3. Februar 2013

Letzte Tage Neuseeland


Hoppla, da sind wir mit unseren Berichten ja ganz schön in Verzug geraten! Aber allzu viel Spannendes ist auch nicht geschehen. Die 3 letzten Tage in Neuseeland (wir fliegen morgen nach Australien) haben wir im berühmt berüchtigten Auckland verbracht, wobei wir die meiste Zeit über ziellos umher irrten. Das Highlight war der Hafen, der durch verschiedene Kunstprojekte an Charme für sich gewonnen hat. Neben protzigen Luxusjachten und edlen Segelschiffen gab es kleine Kaffees, verschiedenste Sitz- und Chillmöglichkeiten und viel Kunst für jedermann. Auch ein kleiner Markt mit ein Dutzend Ständen war aufgestellt. Wir genehmigten uns einen selbstgemachten Brownie und genossen die Sonne. Ansonsten entpuppte sich Auckland als ewiger Touristenort, der von Souvenierläden und teuren Edelmarken dominiert wird. Wie überall in Neuseeland wird auch hier der Adrenalinkick als Muss empfunden, und so ist es möglich vom Sky Tower (sieht so etwa aus wie der Fernsehturm in Berlin) herunter zu springen. Diesen Spass haben wir allerdings ausgelassen, genauso wie der Bungee Ride (eine Kugel, besetzt mit drei menschlichen Insassen, die in die  Luft katapultiert wird), denn unseren Adrenalinstoss, den wir vor Auckland hatten war uns genug:
Tags zuvor genossen wir einen Tag auf einem Campingplatz 150-200 Kilometer vor Auckland. Wir erkundeten den Strand und die Duschen ;) und bereiteten uns ein gutes Abendessen mit den Korumas zu, die wir kürzlich von der Glühwürmchendame gekauft hatten. Echt lecker! Nach dem Essen ging Toby nochmals die Unterlagen des Campers durch und… Mist, wir haben uns im Datum geirrt! Der Abgabetermin für den Camper war tags darauf, also ein Tag früher als gedacht. Nun hiess es alles zusammenpacken und so gut wie möglich aufräumen! Ausserdem mussten unsere Vorräte noch irgendwie haltbar gemacht werden (Wir hatten noch Schnitzel übrig und Mehl und Eier, die zu – na was wohl – Pancakes verarbeitet wurden). Der Abend war lang, die Nacht zu kurz, denn wir mussten ja noch unsere Kilometer hinter uns bringen! Da wir uns aber am Vorabend so gut vorbereitet haben, war das alles aber gar kein Problem mehr und der Camper war sogar vor dem eigentlichen Abgabezeitpunkt wieder Zuhause.

Bevor sich die Ereignisse so überschlagen haben waren wir allerdings noch unwissend und darum auch gemütlich unterwegs. Nachdem wir die Kauribäume (letzter Eintrag) hinter uns gelassen haben, machten wir uns auf das Cape Rengia aufzusuchen, der (fast) nördlichste Punkt Neuseelands. Auf dem Weg dorthin machten wir eine wunderbare Entdeckung; eine riesige Sanddünenlandschaft, die sich vor uns auftürmte – aus dem Nichts heraus! Wir erklommen die Dünen, was einfacher gesagt, als getan ist, und Blickten meilenweit über nichts als Dünen aus gelbem Sand und hinter uns grüne Wiesen. Nicht zum ersten Mal waren wir von der Landschaft und deren Zusammensetzung verblüfft.
Der Wind peitschte uns Sand um die Ohren und ich weiss nun, warum ein Sandsturm alles andere als witzig ist. Das tut echt weh! Tausend Nadelstiche an den nackten Beinen sind vielleicht bei Akkupunktur ganz angesagt aber von Sand ausgepeitscht zu werden ist was anders. Den Sand hatten wir beide noch tagelang in den Haaren und im Camper! Trotzdem, die Aussicht war grandios und das herunterrennen machte dafür umso mehr Freude!
Jetzt ging es zum Cape Rengia, den Klippen mit dem weissen Leuchtturm. Den tatsächlichen nördlichsten Punkt konnte man von hier aus sehen. Das spannende an Cape Rengia sind allerdings die zwei Meere die hier ineinander fliessen – der Pazifik und die Tasmansee. Wir glauben die beiden Meere ineinander fliessen gesehen zu haben, doch vielleicht war das auch nur Einbildung. Fotos davon haben wir zwar gemacht, aber leider können wir sie euch nicht zeigen. Sie sind allesamt vom Computer verschwunden. Auch die Dünen werdet ihr vergebens suchen, obwohl wir den gesamten nächsten Tag damit verbrachten, die verlorenen Bilder wieder herzustellen (eigentlich nur Toby). Alle Mühe blieb leider vergebens.

Nun sitzen wir in unserem 8-Bett Zimmer in Auckland und packen unsere sieben Sachen zusammen. Australien ruft!
















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