Hoppla, da sind wir mit unseren
Berichten ja ganz schön in Verzug geraten! Aber allzu viel Spannendes ist auch
nicht geschehen. Die 3 letzten Tage in Neuseeland (wir fliegen morgen nach
Australien) haben wir im berühmt berüchtigten Auckland verbracht, wobei wir die
meiste Zeit über ziellos umher irrten. Das Highlight war der Hafen, der durch
verschiedene Kunstprojekte an Charme für sich gewonnen hat. Neben protzigen
Luxusjachten und edlen Segelschiffen gab es kleine Kaffees, verschiedenste
Sitz- und Chillmöglichkeiten und viel Kunst für jedermann. Auch ein kleiner
Markt mit ein Dutzend Ständen war aufgestellt. Wir genehmigten uns einen
selbstgemachten Brownie und genossen die Sonne. Ansonsten entpuppte sich
Auckland als ewiger Touristenort, der von Souvenierläden und teuren Edelmarken
dominiert wird. Wie überall in Neuseeland wird auch hier der Adrenalinkick als
Muss empfunden, und so ist es möglich vom Sky Tower (sieht so etwa aus wie der
Fernsehturm in Berlin) herunter zu springen. Diesen Spass haben wir allerdings
ausgelassen, genauso wie der Bungee Ride (eine Kugel, besetzt mit drei
menschlichen Insassen, die in die Luft
katapultiert wird), denn unseren Adrenalinstoss, den wir vor Auckland hatten
war uns genug:
Tags zuvor genossen wir einen Tag
auf einem Campingplatz 150-200 Kilometer vor Auckland. Wir erkundeten den
Strand und die Duschen ;) und bereiteten uns ein gutes Abendessen mit den
Korumas zu, die wir kürzlich von der Glühwürmchendame gekauft hatten. Echt
lecker! Nach dem Essen ging Toby nochmals die Unterlagen des Campers durch und…
Mist, wir haben uns im Datum geirrt! Der Abgabetermin für den Camper war tags
darauf, also ein Tag früher als gedacht. Nun hiess es alles zusammenpacken und
so gut wie möglich aufräumen! Ausserdem mussten unsere Vorräte noch irgendwie
haltbar gemacht werden (Wir hatten noch Schnitzel übrig und Mehl und Eier, die
zu – na was wohl – Pancakes verarbeitet wurden). Der Abend war lang, die Nacht
zu kurz, denn wir mussten ja noch unsere Kilometer hinter uns bringen! Da wir
uns aber am Vorabend so gut vorbereitet haben, war das alles aber gar kein
Problem mehr und der Camper war sogar vor dem eigentlichen Abgabezeitpunkt
wieder Zuhause.
Bevor sich die Ereignisse so
überschlagen haben waren wir allerdings noch unwissend und darum auch gemütlich
unterwegs. Nachdem wir die Kauribäume (letzter Eintrag) hinter uns gelassen haben,
machten wir uns auf das Cape Rengia aufzusuchen, der (fast) nördlichste Punkt
Neuseelands. Auf dem Weg dorthin machten wir eine wunderbare Entdeckung; eine
riesige Sanddünenlandschaft, die sich vor uns auftürmte – aus dem Nichts
heraus! Wir erklommen die Dünen, was einfacher gesagt, als getan ist, und
Blickten meilenweit über nichts als Dünen aus gelbem Sand und hinter uns grüne
Wiesen. Nicht zum ersten Mal waren wir von der Landschaft und deren
Zusammensetzung verblüfft.
Der Wind peitschte uns Sand um
die Ohren und ich weiss nun, warum ein Sandsturm alles andere als witzig ist.
Das tut echt weh! Tausend Nadelstiche an den nackten Beinen sind vielleicht bei
Akkupunktur ganz angesagt aber von Sand ausgepeitscht zu werden ist was anders.
Den Sand hatten wir beide noch tagelang in den Haaren und im Camper! Trotzdem,
die Aussicht war grandios und das herunterrennen machte dafür umso mehr Freude!
Jetzt ging es zum Cape Rengia,
den Klippen mit dem weissen Leuchtturm. Den tatsächlichen nördlichsten Punkt
konnte man von hier aus sehen. Das spannende an Cape Rengia sind allerdings die
zwei Meere die hier ineinander fliessen – der Pazifik und die Tasmansee. Wir
glauben die beiden Meere ineinander fliessen gesehen zu haben, doch vielleicht
war das auch nur Einbildung. Fotos davon haben wir zwar gemacht, aber leider
können wir sie euch nicht zeigen. Sie sind allesamt vom Computer verschwunden.
Auch die Dünen werdet ihr vergebens suchen, obwohl wir den gesamten nächsten
Tag damit verbrachten, die verlorenen Bilder wieder herzustellen (eigentlich
nur Toby). Alle Mühe blieb leider vergebens.
Nun sitzen wir in unserem 8-Bett
Zimmer in Auckland und packen unsere sieben Sachen zusammen. Australien ruft!
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