Mittwoch, 20. Februar 2013

Melbourne and the Great Ocean Road

Unsere Route führte mitten durch Melbourne. Der Verkehr war die reinste Katastrophe und ich hielt den Atem an (ja, ich lief sogar zwischenzeitlich blau an). Wir fanden einen Parkplatz am Queen Victoria Market. Die Preise für einen Parkplatz dort sind zwar masslos überteuert, aber was soll man machen, wenn man einen Camper von 2.70 Meter Höhe fährt? Glücklicherweise war Markttag und so kostete der Spass doch nur noch halb so viel wie gewöhnlich. Wir machten sogleich eine Erkundungstour durch den Markt, der von Unterwäsche über Kängurufell bis hin zu Fisch alles verkaufte. Uns interessierte allerdings mehr der Food Court, denn wir hatten nach dieser nervenzehrenden Fahrt echten Kohldampf! Gestärkt durch die indische Kochkunst ging es auf ins Stradtgetümmel. Und ein Getümmel war das allemal! Die Strassen waren überfüllt mit Menschen, die hierhin und dorthin drängelten. Zwischen den Strassen und den riesigen Gebäuden, die sich links und rechts von uns auftürmten, gab es Grasflächen, auf denen die Leute den Tag an sich vorbei ziehen liessen oder einfach nur ihr Mittagessen hinunterschlangen. Am Yarra River war gerade ein Markt, bzw. eine Ausstellung diverser Umweltprojekte, die Toby in der mittäglichen Sommerhitze unter die Lupe nehmen musste. Wir schlenderten noch etwas durch die Gassen von Melbourne und entdeckten dabei Graffiti und Strassenkünstler bei der Arbeit. Ein junges indisches Mädchen war gerade dabei, eines ihrer Werke an irgendeine Hauswand in der Stadt zu malen. Wir beschlossen jedoch, uns auf den Rückweg zu machen und noch einige Einkäufe im Market zu tätigen, wobei wir ein wunderbares riesiges Stake für wenige Dollar erwarben (das war ein Traum eines Stakes, sag ich euch) und Käse für die ganze folgende Woche.
Eingedeckt mit allem was wir brauchten machten wir uns auf – in den Abendverkehr!!! Ja, das war eine dumme Idee. Aber irgendwie gelang es Toby, sich durch den Verkehr zu schlagen und ich war erleichtert, dass ich nicht fahren musste (was ich ja ohnehin sozusagen nie mache). Von da aus ging es direkt auf die Grate Ocean Road, die wir die nächsten vier Tage abfuhren.
Auf gewundenen Strassen ging es der Küste entlang, die sich von goldenen Stränden zu felsigen Klippen verwandelte und von Surfspots zu Schiffsunglücksstellen.  Unsere ersten zwei Tage verbrachten wir in Lorne, einer kleinen… naja, Stadt kann man es kaum nennen… Touristenstrasse, die über einen langen Sandstrand verfügte. Wir guckten uns die Shops an und natürlich auch die Backery mit ihren awardwinning Pies. Hmmm! Danach ging es an den Strand (endlich bekommen wir etwas Farbe ab!) Auch die nächsten Tage verbrachten wir am Meer. Johannas Beach war das nächste Ziel. Dort gab es einen riesigen Campingplatz. Wir suchten uns natürlich glatt die richtigen Nachbarn aus, Deutsche, die uns mit tödlichen Blicken in Empfang nahmen. Uns kümmerte das allerdings herzlich wenig und wir installierten uns sogleich an Ort und Stelle. Der Versuch am Johanna Beach zu surfen ging aufgrund zu grosser Wellen und starker Strömung nach Hinten los und wir begnügten uns damit, sandpaniert zu werden.
Die Felsformationen am nächsten Tag waren wirklich sehenswert. Die 12 Apostel, wobei es sich um genau 7 Felsen an der Küste handelt, waren Attraktion Nummer Eins und gut besucht. Wir zogen allerdings eine kleine Bucht vor, in der wir uns abkühlen konnten und in der Strömung hin und her getrieben wurden. Auch die angrenzende Höhle wollte erforscht werden, was zwei so begnadete Höhlengänger wie wir uns nicht entgehen lassen konnten.
Wir erreichten das Finish der Great Ocean Road und machten uns auf den Weg nach Adelaide. Vorbei an riesigen (und stinkenden) Salzseen, durch endlos lange Ebenen aus getrocknetem Gras und kniehohen Büschen…


































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