Nach einem knapp 3 stündigen Flug
mit anfänglichen Turbulenzen landeten wir im Land der Kängurus. Der berühmt
berüchtigte Zoll erwies sich als überaus freundlich, wenngleich auch etwas
gestresst. Wir hatten unsere Holz-, Ess- und alle anderen Waren fein säuberlich
angegeben und durften auch alles aus- und wieder einpacken. Dann konnten wir
hinaus und endlich australische Luft schnuppern! Doch zuerst mussten wir den
masslos überteuerten Transferzug in die Stadt nehmen. 16 australische Dollar
pro Nase! Der Witz an der ganzen Sache: eine Station weiter (also eine Station
nach dem Flughafen) hätte man für das Ticket noch ca. 3.50 Dollar bezahlt. Aber
da nur 7 Millionen Personen jährlich diesen Transferzug benutzen, kann man
verstehen warum das so teuer ist!
Nach einem zwanzigminütigen
Marsch durch den Hyde Park erreichten wir unser elephantgigastisches Hostel.
Nachdem unsere Betten bezogen waren, beschlossen wir, noch einen Supermarkt zu
suchen. Also ging es nochmals in die warme Sommernacht, hinauf zum Kings Cross
(wo wir waren fanden wir aber erst Tags darauf heraus). Unter einer riesen Coca
Cola Leuchtschrift alla New York fanden wir einen Supermarkt, in dem wir gleich
mal Preise vergleichen konnten. Es stellte sich aber heraus, dass der
Preisunterschied zu Neuseeland nicht allzu gross ist. Neuseeland war, falls ich
das noch nicht erwähnt habe, in Sachen Lebensmittel nicht sehr preiswert (naja,
eigentlich ganz allgemein nicht preiswert).
Nach einer für mich eher
schlaflosen Nacht (es war kalt), erkundeten wir Sydney. Zuerst ging es mit
einem Choclatchip Cookie zum Frühstück durch den Botanischen Garten, an dessen
Spitze das Opera House seine Segel gehisst hat. Die Skyline war echt ein
Hingucker. Vor den mächtigen Hochhäusern, die wie eine Pyramide zuliefen, schoss
die grüne Natur hervor, die dann zum Opera House führte und von da über die
Harbour Bridge in ein Meer aus Häusern. Lange konnten wir die Aussicht nicht
geniessen, denn die Zeit war perfekt Tourbusse mit Lastwagenladungen voller
japanischer und chinesischer Fotoknipser loszulassen. Wir hatten ohnehin
langsam mächtigen Hunger und begaben uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Die
Suche stellte sich schwerer als gedacht an. Am Hafen fanden Imbissbuden, die
total überteuert waren und Restaurants ausserhalb unserer Preisklasse. Doch der
Hafen selbst war fantastisch angelegt. Das geschwungene Pier, welches das
Wasser von den Hochhäusern trennt, beeindruckt selbst Architekturbanausen wie
mich. Nach langer und vergeblicher Suche nach Nahrung, erblickten wir glücklicherweise
einen Food Court mitten in der City und genehmigten uns dort eine Portion Fish
and Chips, die echt super lecker war!
Gestärkt machten wir uns auf den
Weg zum The Rocks Viertel, das in den 1920er Jahren dasselbe Schicksal erleiden
sollte, wie der Rest Sydneys – Hochhäuser. Durch viele Proteste gelang es den
Bewohnern allerdings das Schlimmste zu vermeiden und so ist The Rocks noch
heute ein Abbild jener Zeit. Es erinnert etwas an Wilden Westen und scheint für
mich das Montmartre von Sydney zu sein. Von da aus ging es weiter auf die
Harbour Bridge, von der aus man einen tollen Ausblick auf den Hafen von Sydney
hat. Für nur 16 Dollar konnte man einen Aussichtspunkt auf der Brücke
besteigen. Wir begnügten uns mit der Aussicht von der Brücke aus und nahmen
auch nicht an einer Kletterpartie über die Brückenbogen teil, die DIE Erfahrung
des Lebens sein soll. Wir machten kehrt und begaben uns in die Shoppingmeile.
Ein Laden drängt sich an den nächsten und die Menschenmassen strömen gestresst
durch die Strassen. So konnte man das nicht lange aushalten.
Tags darauf konnten wir unseren
Camper abholen. Wir entschlossen uns allerdings für das Modell Raumschiff, das
in der Fahrerkabine so viele Knöpfe zur Verfügung stehen hat, das wir den Einen
für die Abhebe-Funktion noch nicht gefunden haben. Also liessen wir den Motor
an und mussten uns gleich mal umgucken, denn wir dachten schon, ein Traktor
saust heran. Oops, das waren ja wir! Wer kennt übrigens noch die Autos, in
denen man die Fenster von Hand runter kurbelt?
Mit unserem Gipsymobil (Wir
entschuldigen uns übrigens öffentlich bei unserem neuseeländischen Camper für
diese Bezeichnung, da dies ein echtes Luxusmodell unter den Campern war) fuhren
wir nach Cornulla, um Flo, einen alten Bekannten von Toby, einen Besuch
abzustatten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen