Donnerstag, 7. Februar 2013

Welcome to Australia!


Nach einem knapp 3 stündigen Flug mit anfänglichen Turbulenzen landeten wir im Land der Kängurus. Der berühmt berüchtigte Zoll erwies sich als überaus freundlich, wenngleich auch etwas gestresst. Wir hatten unsere Holz-, Ess- und alle anderen Waren fein säuberlich angegeben und durften auch alles aus- und wieder einpacken. Dann konnten wir hinaus und endlich australische Luft schnuppern! Doch zuerst mussten wir den masslos überteuerten Transferzug in die Stadt nehmen. 16 australische Dollar pro Nase! Der Witz an der ganzen Sache: eine Station weiter (also eine Station nach dem Flughafen) hätte man für das Ticket noch ca. 3.50 Dollar bezahlt. Aber da nur 7 Millionen Personen jährlich diesen Transferzug benutzen, kann man verstehen warum das so teuer ist!
Nach einem zwanzigminütigen Marsch durch den Hyde Park erreichten wir unser elephantgigastisches Hostel. Nachdem unsere Betten bezogen waren, beschlossen wir, noch einen Supermarkt zu suchen. Also ging es nochmals in die warme Sommernacht, hinauf zum Kings Cross (wo wir waren fanden wir aber erst Tags darauf heraus). Unter einer riesen Coca Cola Leuchtschrift alla New York fanden wir einen Supermarkt, in dem wir gleich mal Preise vergleichen konnten. Es stellte sich aber heraus, dass der Preisunterschied zu Neuseeland nicht allzu gross ist. Neuseeland war, falls ich das noch nicht erwähnt habe, in Sachen Lebensmittel nicht sehr preiswert (naja, eigentlich ganz allgemein nicht preiswert).
Nach einer für mich eher schlaflosen Nacht (es war kalt), erkundeten wir Sydney. Zuerst ging es mit einem Choclatchip Cookie zum Frühstück durch den Botanischen Garten, an dessen Spitze das Opera House seine Segel gehisst hat. Die Skyline war echt ein Hingucker. Vor den mächtigen Hochhäusern, die wie eine Pyramide zuliefen, schoss die grüne Natur hervor, die dann zum Opera House führte und von da über die Harbour Bridge in ein Meer aus Häusern. Lange konnten wir die Aussicht nicht geniessen, denn die Zeit war perfekt Tourbusse mit Lastwagenladungen voller japanischer und chinesischer Fotoknipser loszulassen. Wir hatten ohnehin langsam mächtigen Hunger und begaben uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Die Suche stellte sich schwerer als gedacht an. Am Hafen fanden Imbissbuden, die total überteuert waren und Restaurants ausserhalb unserer Preisklasse. Doch der Hafen selbst war fantastisch angelegt. Das geschwungene Pier, welches das Wasser von den Hochhäusern trennt, beeindruckt selbst Architekturbanausen wie mich. Nach langer und vergeblicher Suche nach Nahrung, erblickten wir glücklicherweise einen Food Court mitten in der City und genehmigten uns dort eine Portion Fish and Chips, die echt super lecker war!
Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum The Rocks Viertel, das in den 1920er Jahren dasselbe Schicksal erleiden sollte, wie der Rest Sydneys – Hochhäuser. Durch viele Proteste gelang es den Bewohnern allerdings das Schlimmste zu vermeiden und so ist The Rocks noch heute ein Abbild jener Zeit. Es erinnert etwas an Wilden Westen und scheint für mich das Montmartre von Sydney zu sein. Von da aus ging es weiter auf die Harbour Bridge, von der aus man einen tollen Ausblick auf den Hafen von Sydney hat. Für nur 16 Dollar konnte man einen Aussichtspunkt auf der Brücke besteigen. Wir begnügten uns mit der Aussicht von der Brücke aus und nahmen auch nicht an einer Kletterpartie über die Brückenbogen teil, die DIE Erfahrung des Lebens sein soll. Wir machten kehrt und begaben uns in die Shoppingmeile. Ein Laden drängt sich an den nächsten und die Menschenmassen strömen gestresst durch die Strassen. So konnte man das nicht lange aushalten.
Tags darauf konnten wir unseren Camper abholen. Wir entschlossen uns allerdings für das Modell Raumschiff, das in der Fahrerkabine so viele Knöpfe zur Verfügung stehen hat, das wir den Einen für die Abhebe-Funktion noch nicht gefunden haben. Also liessen wir den Motor an und mussten uns gleich mal umgucken, denn wir dachten schon, ein Traktor saust heran. Oops, das waren ja wir! Wer kennt übrigens noch die Autos, in denen man die Fenster von Hand runter kurbelt?
Mit unserem Gipsymobil (Wir entschuldigen uns übrigens öffentlich bei unserem neuseeländischen Camper für diese Bezeichnung, da dies ein echtes Luxusmodell unter den Campern war) fuhren wir nach Cornulla, um Flo, einen alten Bekannten von Toby, einen Besuch abzustatten.












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