Montag, 6. Mai 2013

Goodbye Islands

Nachdem wir einige Tage auf Tomken verbrachten (für mich definitiv einige Tage zu viel), schlossen wir uns den Franzosen an und fuhren mit der Fähre nach Malenge II und suchten nach einer Möglichkeit zu den Losman Lestari Cottages zu kommen. Nach einer Stunde oder so ähnlich fanden wir auch ein Boot, das uns dorthin bringen konnte. Es war nach sechs Uhr abends und die Sonne war vor über einer Stunde unter gegangen, also war es dementsprechend dunkel. Wir luden unser Boot trotzdem mit dem Gepäck voll und wollten soeben selbst ins Boot steigen, als es zu regnen begann. Langsam beschlich uns ein ungutes Gefühl. Das „Boot“ war nicht mehr als ein Kanu mit Motor und darin wollte das Gepäck von fünf Personen und sieben Leute durch die stürmische Nacht tuckern, wenn auch nur für 20 Minuten. Eine Stunde später sassen wir im Losman Lestari und assen gemütlich ein einfaches Abendessen. Allerdings in Malenge II und nicht in den Cottages.
Am nächsten Morgen, nach einem kleinen Frühstück, fuhren wir dann bei Tageslicht und ruhiger See zu unserem Ziel. Losman Lestari liegt in einer kleinen Bucht, die sie Blue Lagune nennen. Auf der anderen Seite befanden sich die Bungalows, der Strand und ein Steg, von dem man ins Wasser hüpfen konnte, was wir auch gleich ausprobierten. Gleich gegenüber unseres Resorts befand sich eine Bajoinsel, die mit einem 2 Kilometer langen Steg mit einer anderen Insel verbunden ist, auf der sich eine Schule befindet. Jeden Morgen und Nachmittag sieht man eine riesen Schlange von Kindern darüber pilgern, ein fantastischer Anblick! Wir paddelten mit dem Kanu herüber, um den Steg zu untersuchen und die Bajovillage zu besuchen. Der Steg sah von weitem ganz stabil aus, was er auch war, allerdings bestand er aus einfachen Holzscheiten,  in verschiedenen Abständen zueinander befestigt,  krumm und gerade, alt und neu. Als wir im Dorf ankamen wurden wir von allen Seiten begrüsst und neugierig beobachtet. Wir kletterten auf den höchsten Punkt und genossen die fabelhafte Aussicht über das Dorf und den Steg, das Meer und die Inseln.
Auch von hier aus konnte man auf Schnorcheltouren gehen. Riff No. 5 war super, weshalb wir auch zweimal dorthin gingen. Abgesehen von den fabelhaften Korallenriffen, die sich hier wie noch nie zuvor gesehen (lag evt. auch an dem Schnorchel-Equipment von Toby) farbenprächtig und riesig präsentierten, gab es auch kleine Haie und Calamari zu bestaunen. Calamari gab es dann übrigens auch zum Abendessen. Bei unserem zweiten Ausflug zum Riff nahmen wir unsere selbstgebastelten Angelruten, die aus einem Stück Holz und darauf aufgewickelter Schnur mit Hacken bestanden, mit und warfen sie gleich aus… Zack! Schon war der erste Fisch an der Angel! Nicht nur einfache Fische angelten wir, nein, Toby hatte auch gleich einen Hai an der Angel! Kurz ein Beweisfoto geschossen und schon landete er wieder im Meer. Die restlichen Fische landeten allerdings im Kochtopf und wurden am Abend verspeist.
Den Nachmittag verbrachten wir an einem einsamen Strand. Nach dem Verzehr des mitgebrachten Essens, ging es für Toby und mich auf eine kleine Erkundungstour. Der Strand war allerdings so klein, dass diese nicht lange dauerte und schon waren wir wieder zurück. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Sohn des Captains hatte gerade Kokosnüsse gesammelt und nun spaltete er eine nach der anderen. Den jungen Kokosnüssen schlug er einfach den oberen Teil ab, sodass wir die Milch trinken konnten, die alten schälte er mit geschickten Fingern und Machetenhieben, bis nur noch das Fleisch übrig war. Yummie, das war echt lecker. Schlussendlich waren wir alle total vollgefressen und wir schleppten uns aufs Boot zurück.
Der letzte Tag ging um wie im Flug und dann hiess es Abschied nehmen von den Togians. Mit einem Boot fuhren wir um halb fünf los, luden die Franzosen in einem anderen Ressort ab. Hier verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Gaelle, Mathieu, Yolande und Max und tuckerten dann dem Sonnenaufgang entgegen. In Dolong wurden wir abgesetzt und hüpften in die Fähre nach Marisa. Hier trafen wir auf andere Reisende und auch auf Robert, einen Australier den wir auf den Togians kennenlernten. Alle zusammen nahmen wir uns dann ein Shared Taxi und fuhren in einer fünfstündigen Fahrt nach Gorontalo. 


































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