Dienstag, 30. April 2013

...


Schweren Herzens verliessen wir Poyalisa nach ca. fünf Tagen und fuhren mit dem Boot zu dem eineinhalb Stunden entfernten Tomken-Island, wo wir in den Fadhila Cottages nächtigten. Das Resort war auch sehr schön, mit Sandstrand und einem langen Steg ins Blaue, konnte uns schlussendlich aber nicht ganz überzeugen. Unser Bungalow unterschied sich nicht gross von dem in Poyalisa, allerdings hatten wir hier ein Freiluftbadezimmer mit erhöhter Toilette, damit man bei seinem Geschäft auch schön den Ausblick geniessen und mit seinen Nachbarn, die auf der Terrasse nebenan sassen, ein Pläuschchen zu halten. Ganz nett war auch sein Geschäft im Regen abzuhalten, worüber wir im Voraus Witze rissen.
Auch von hier aus konnte man einige Schnorcheltrips machen. Wir besuchten zuerst ein Riff, anschliessend assen wir am Strand und danach ging es zum Marionnelake, einem See voller Quallen ohne gefährliche Nesseln, in dem wir mit den Tieren schwimmen konnten.
Bevor der Trip allerdings los ging, besuchten wir Katupat, eine Stadt auf der gegenüberliegenden Insel, um dort mit der Non-Profit-Organisation everto eine Plastik-Tour zu machen. Da die Leute hier nicht wissen, was sie mit ihrem Plastikabfall machen sollen, werfen sie diesen auf die Strasse. everto möchte in dieser Problematik helfen und aufklären. Bei den Plastiktouren werden die Strassen von jeglichem Plastikmüll gereinigt, wobei wöchentlich ca. 70 Kilo Abfall zusammenkommen (und das ohne die ganze Stadt zu reinigen). Die Kinder aus Katupat helfen mit, doch können sie wahrscheinlich nicht verstehen was da passiert. Sie helfen weil es Spass macht und die Erwachsenen schauen etwas perplex zu, wie die reichen Touristen ihren Müll entfernen. Schwierig…
Oh, fast hätte ich das wichtigste Ereignis vergessen: Toby’s erster Tauchgang! Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Fadhila entschloss sich Toby einen Discover Dive zu absolvieren. Er warf sich in seinen Neoprenanzug, band sich die Gasflasche auf den Rücken und schon verschwand er im blauen Nass. Zuerst nur am Strand vor den Cottages, um die Basics des Tauchens zu lernen. Während er im Wasser planschte, wurde ich von einem Tauchlehrer (oder so..) über das Geschehen aufgeklärt. Dass jetzt das Brille säubern geübt wird, jetzt der Sauerstoff von Toby abgestellt wird, um den Ernstfall zu üben und dass sie jetzt auf 10 Meter tiefe gehen (das Höchstmass für unerfahrene Taucher). Toby schien sehr begabt zu sein, also durfte er mit ins nahegelegene Riff. Nach Stunden kehrte er dann zurück und erzählte von seinem Tauchgang in 27 Metern Tiefe. Ja, mir wurde ein Moment schlecht, aber ich war froh, ihn an einem Stück zurück zu haben. Zum Glück erfuhren wir erst später, dass gewisse Leute in diesen Tiefen die Taucherkrankheit überkommt und völlig durchdrehen… Aber alle waren stolz auf Toby und seine Heldentat und er wurde gefeiert bis tief in die Nacht hinein.






























Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen